Lichtenberg, November 2014

#1 von Thomas Rehork , 27.11.2014 23:00

Lieber Herr Rehork,

nachdem mich das Lesen der in Ihrem Forum veröffentlichten Prüfungsberichte immerhin ein wenig beruhigt hat als Vorbereitung auf die mündliche Prüfung, dachte ich mir, dass es nur fair wäre, wenn ich nach bestandener Prüfung auch einen kurzen Bericht schreibe.
Zumindest den Fall der 40jährigen Frau, den ich zu beantworten hatte und den ich nicht ganz einfach, weil sehr komplex fand, habe ich bei den Prüfungsberichten noch nicht gelesen (oder schlichtweg überlesen). Ich habe die Prüfung mit großer Erleichterung am Dienstag bestanden.

Hier eine kurze Zusammenfassung:

Geprüft wurden wir beide von Frau Fröhmel, Ärztin aus dem ebenfalls im Gesundheitsamt Lichtenberg ansässigen SPD und Frau Lahn, HP Psychotherapie. Diese beiden Prüferinnen kann ich jedem nur wünschen! Frau Fröhmel, die die Prüfung zum größten Teil moderiert hat, war ausgesprochen zugewandt und freundlich und die Atmosphäre dadurch für eine Prüfung sehr angenehm. Vor allem Frau Fröhmel hat unsere Antworten in einem echten Gespräch ergänzt, was auf keinen Fall das Gefühl erweckt hat, Wichtiges nicht gesagt zu haben.

Wir bekamen folgende Fragen:

Gesetzesfragen:

1. Ein psychisch Kranker hat Probleme bei der Regelung seiner Angelegenheiten - was besagt das Betreuungsrecht?
Welche weiteren Hilfeangebot für Psychisch Kranke gibt es(in Berlin)?

2. Wie wird die Unterbringung eines psychisch Kranken geregelt ?


Fallfragen:

1. Dreigliedrige Farge zur Suizidalität, kein richtiger Fall: Bei welchen Krankheiten muss auf Suizidalität besonders geachtet werden? Woran kann man Suizidalität erkennen? Was ist bei Hinweis auf Suizidalität zu tun?

2. Eine 40jährige Frau kommt in die Praxis. Sie klagt über fehlenden Appetit, Ekel vorm Essen, Schlafstörungen, innerer Unruhe. Sie wirkt getrieben, zieht ihre Jacke nicht aus, obwohl der Raum geheizt ist. Macht stereotype Kreisbewegungen mit den Händen. Sie äußert, dass nur Meditation sie noch beruhigen könne, dann fände sie ihre eigentliche "Essenz".

Differentialdiagnostische Abklärung und Behandlunsgvorschlag?

Wenn Sie möchten, können Sie den Bericht ja veröffentlichen, vielleicht hilft er dem einen oder anderen ?

Herzliche Grüße

PAtricia

 
Thomas Rehork
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RE: Lichtenberg, November 2014

#2 von Thomas Rehork , 27.11.2014 23:05

Herzlichen Dank für den Prüfungsbericht.

Das Fallbeispiel mit der 40jährigen Frau kam schon mal vor, nur war die Frau da viel jünger. (Ist sie zusammen mit der Prüfung gealtert?) Damals war die Diagnose Schizophrenie, DD Magersucht (wegen starker Gewichtsabnahme).

Freundliche Grüße
Thomas


 
Thomas Rehork
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zuletzt bearbeitet 27.11.2014 | Top

   

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