Prüfung Lichtenberg 16.12.2015

#1 von Thomas Rehork , 23.12.2015 20:53

Lieber Herr Rehork,
es ist geschafft, heute habe ich die Prüfung in Lichtenberg bestanden!!!
Obwohl sich die Prüfungsfragen wiederholen, möchte ich hier für das Forum kurz berichten, wie es ablief.

Es prüften Frau Frömmel vom SpD und eine Heilpraktikerin als Beisitzerin. Beide waren sehr nett und die Atmosphäre angenehm.
Es gab für meine Mitstreiterin und mich je ein Glas Wasser, ein Stück Papier und Bleistift.

Es wurde in 2 Runden geprüft, zuerst zogen wir je eine Karte zu einer Gesetzesfrage, danach in der zweiten Runde dann einen Fall.
Gesetzesfragen bei mir: Was macht der Sozialpsychiatrische Dienst, welche Aufgaben hat er? Welche Rolle hat er im Rahmen des PsychKG? Wie läuft die Unterbringung nach PsychKG ab?Was macht der Berliner Krisendienst?
Bei meinem Mitprüfling lauteten die Fragen: Wenn ein psychisch Kranker seine Angelegenheiten nicht selbst erledigen kann, welche Hilfen und Gesetz gibt es dann? Hier ging es um das Betreuungsrecht und ganz kurz auch um Eingliederungshilfen nach dem Sozialgesetzbuch.

Als Fall hatte ich: Ein Mann, 53 J., hat sich in seiner Wohnung im Dachgeschoss verschanzt, es ist Geschrei zu hören und es fliegen Möbel aus dem Fenster. Es kann sein, dass seine Frau und Kinder auch in der Wohnung sind. Die Nachbarn sagen, er sei bisher nicht auffällig gewesen. Sie werden von Nachbarn dazu gerufen, was tun Sie? Und diagnostizieren Sie, was der Mann haben könnte.
Meine Antwort: Ich rufe die Polizei und den SpD, od. nach 16h den Berliner Krisendienst, denn es ist Gefahr im Verzug, v.a. auch für Frau und Kinder. Frau Frömmel war zufrieden damit und ergänzte noch, dass der Mann evtl. so außer sich ist, dass er noch aus dem Fenster springen könnte. Also nicht nur Fremdgefährdung sondern evtl. auch Selbstgefährdung.
Zur Diagnose: ich sagte dass aus dem Fall nicht deutlich wird, ob der Mann überhaupt eine psychische Krankheit hat. Vielleicht ist er "nur" ausgetickt? Ansonsten kann es auch Alkoholeinfluss od. andere Drogen, psychotische Phase einer Schizophrenie oder Manie mit sehr gereizter Stimmung sein. Frau Frömmel war zufrieden, ergänzte aber noch, dass es auch eine organische Ursache geben könnte, z.B. Hirntumor ( wenn ich mich richtig erinnere...).
Meine Mitstreiterin hatte den Fall des Mannes, der nicht U-Bahn fahren will weil er dort immer Angstattacken hat, er fährt daher nur noch mit dem Fahrrad. Gefragt wurde nach Diagnose und Therapie. Ihre Antwort: Diagnose Agoraphobie oder Klaustrophobie mit Panikattacken. Therapie mit Verhaltenstherapie, Systematischer Desensibilisierung und Flooding.

Ja, und das war es auch schon! Es war sehr einfach, und die Fragen wiederholen sich! Ich glaube es ist wichtig, dass man von sich aus all das sagt, was einem einfällt.
Auch fand ich es sehr hilfreich für die Vorbereitung der Prüfung in Lichtenberg, mir die Fälle aus dem "Zettelkasten" von Ihrer CD anzuschauen. Und die anderen Prüfungsberichte hier im Forum, und habe mir die Websites vom SpD und Berliner Krisendienst genau angeschaut.

Vielen Dank für den Kurs, das war eine gute Unterstützung.
Herzliche Grüße, Ute

 
Thomas Rehork
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