Prüfung Potsdam 2.4.2012

#1 von Thomas Rehork , 20.04.2012 16:41

Jemand schrieb mir freundlicherweise:
Zwar bin ich keine Schülerin Ihnen, möchte aber dennoch gerne andere an meiner Erfahrung in Potsdam Teil haben lassen. Heute war ich dort zur mündlichen Überprüfung Heilpraktiker Psychotherapie. Es wurde nur mündlich geprüft. Ich würde mich freuen, wenn Sie dieses Protokoll veröffentlichen, um anderen Prüflingen in Potsdam ein bißchen zu Angst zu nehmen.

Nett, nicht?!

Prüfungsprotokoll Heilpraktiker für Psychotherapie
Potsdam, den 02.04.2012, 17:30 – 17:45Uhr. Also ca. 15 Minuten (die Dame vor mir war 45 Minuten drin, hatte aber auch bestanden)

Anwesende: Herr Haselhoff (HP), Herr Uhland (Dipl.-Psych), Herr Albrecht (Amtsarzt) (Namenspatzer seien mir an dieser Stelle verziehen!)

Herr Uhland holte mich ins Prüfungszimmer.

Ich wurde von jedem mit Handschlag und freundlichen Worten empfangen, es gab direkt ein Glas Wasser, was am Ende auch leer war!
Die Atmosphäre war sehr freundlich und locker, per Hängern wurde einem auf die Sprünge geholfen. Als ich mal die Antwortmal nicht 100% wusste, hab ich einfach erzählt, was mir sonst so zum Thema einfiel, ist gar nicht aufgefallen ;-)

Hr. Haselhoff fing an:
Was sind denn Ihre Pflichten? (Aufklärungspflicht, Dokumentationspflicht, Aufbewahrungspflicht, Schweigepflicht, Berufspflicht, Haftpflicht, Meldepflicht, Sorgfaltspflicht, Fortbildungspflicht, mhh..... mehr fällt mich grad nicht ein! Ganz wichtig war dort noch die Buchführungspflicht!)

Was ist Ihnen als HP Psych denn verboten?
Wie sichern Sie ihre Arbeit? (Supervision und Intervisionsgruppe kamen sehr gut an!)
(„Gebührenordnung für Heilpraktiker gibt es nicht!“ „Nur Abrechnungsanhaltspunkt“)

Herr Uhland:
Welche Patienten würden Sie, wenn sie denn zu Ihnen kommen, nicht behandeln?
Wie wollen Sie arbeiten? (als ich sagte, was ich noch alles an Ausbildungen machen möchte, wurde wertschätzend noch mal in meine mitgebrachten Unterlagen geschaut: „Ja was denn noch, reicht das noch nicht?“
Was sind denn Neurosen und welche kennen Sie?
Was sind dissoziative Störungen, erläutern sie genauer?
Wo ist der Unterschied zu Somatisierungsstörungen?
Zu was zählen die Persönlichkeitsstörungen und warum?
Was ist denn eine „leichte Depression“? (Er meinet die Dysthymia)

Herr Albrecht:
Wen dürfen Sie nicht behandeln und warum?
Was ist denn eine Psychose und welche kennen Sie?
Auf dem Stuhl sitz ein Pat. mit einer endogenen Psychose und dort einer mit einer exogenen Psychose. Wie sehen sie, wer was ist?
Wie explorieren Sie?
Wie erkennen sie einen suizidalen Patienten?

Ich hatte das Gefühl, das Erwähnen des Triadischen Systems, Zeitangaben, freies Erzählen, persönliche Erfahrungen und Selbstsicheres Auftreten haben sich gut gemacht.

Als mir Herr Albrecht nach ca. 15 Minuten die Hand entgegenstreckte und mir gratulierte, fragte ich noch ganz blöd, ob wir schon fertig sind. „Bei einer so souveränen Leistung, müssen wir nicht weiterfragen!“.

Fazit:
Es war sehr angenehm, meines Erachtens auch leicht, wir haben viel gelacht. Alle Aufregung war völlig umsonst! Meine Freundin vor der Tür musste fast mitlachen.
Auch merkte man, dass sich die Herren vorher den Lebenslauf angeschaut hatten und genau wussten, was man vorher gemacht hatte.

Monika

 
Thomas Rehork
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